Parodontitistherapie & rote Ästhetik/Regeneration

Oberste Priorität: lebenslanger Zahnerhalt

Das primäre Ziel eines Parodontologen ist es, Zähne zu erhalten. Als Spezialist der EDA (European Dental Association) decken wir alle Teildisziplinen der Parodontologie ab und kombinieren umfangreiche Behandlungsfälle mit Implantattherapie. Mit viel Erfahrung - auch regelmäßig in den schwersten Fällen - können wir für Sie Gesundheit erreichen.

  

Parodontitis – Zahnbettentzündung

Die Parodontitis ist eine chronische, durch bakterielle Zahnbeläge ausgelöste Entzündung des Zahnhalteapparates. Um einem schweren, zum Zahnverlust führenden Krankheitsverlauf vorzubeugen, ist nicht nur ein rechtzeitiges und nachhaltiges Agieren des Zahnarztes von Wichtigkeit, sondern auch effektive und klinisch bewährte Behandlungsmethoden. Zudem sind heute Wechselwirkungen zwischen Parodontitis und der Allgemeingesundheit wissenschaftlich erwiesen und gut untersucht. Die Parodontitis gilt mittlerweile als ein potentieller Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen, da die Bakterien und die Entzündungsprodukte einer Parodontitis über den Blutkreislauf schädigende Einwirkungen auf die Gefäße nehmen können. Das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall infolge von Parodontitis zu erleiden, kann mit der systematischen und möglichst nachhaltigen Behandlung der Parodontitis gesenkt werden.

Therapie in vier Phasen

Die Behandlung der Parodontitis ist grundsätzlich eine systematische Therapie in vier Behandlungsphasen:

1. Eliminierung der Infektion

Nach einer ausführlichen speziellen Befundaufnahme mit Stellung der Diagnose Parodontitis soll zunächst die bakterielle Infektion eliminiert werden. Hierzu sind häufig 2-3 Sitzungen bei einer Dentalhygienikerin oder fortgebildeten Prophylaxehelferin notwendig, die die bis zum Zahnfleischsaum vorhandenen Auflagerungen gründlich entfernt.

Bei Verdacht auf eine aggressive Form der Parodontitis ermitteln wir die entzündungsauslösenden Bakterien mit verschiedenen Tests (z.B. Mikrobiologischer Keimtest) um gegebenenfalls ein exakt abgestimmtes Antibiotikum einsetzen zu können. Darüber hinaus erfolgt eine Optimierung der häuslichen Plaquekontrolle.

2. Nichtchirurgische Parodontaltherapie

Der anschließende Schritt sieht die möglichst vollständige Entfernung aller bakteriellen Auflagerungen in der Tiefe auf den Wurzeloberflächen vor (Biofilmmanagement) und gilt damit als nichtchirurgische Parodontaltherapie. Schmerzfrei, unter lokaler Betäubung durchgeführt, kommen desinfizierenden Maßnahmen (Full Mouth Disinfection) kombiniert zum Einsatz. Nach etwa drei Monaten wird der Erfolg der Phase-2-Behandlung überprüft. Liegen keine behandlungsbedürftigen Zahnfleischtaschen mehr vor, ist das Ziel erreicht und eine Nachsorgetherapie in Phase 4 schließt sich an.

 3. Chirurgische Parodontitistherapie

Sind jedoch noch akute Resttaschen vorhanden, ist ggf. eine chirurgische Parodontitistherapie notwendig. Restentzündungen und möglicherweise entstandenen Knochendefekten soll korrigierend entgegengewirkt werden. Bei sehr tiefen Defekten können knochenaufbauende Maßnahmen zum Einsatz kommen.

4. Nachsorgetherapie

Die vierte Phase, „UPT“ (unterstützende Parodontitistherapie), dauert in der Regel ein Leben lang, da die Empfänglichkeit für die Erkrankung Parodontitis unter anderem genetisch bedingt ist. Sie hat das Ziel, das erfolgreiche Therapieergebnis langfristig zu sichern. Hierzu sind im Jahr zwei bis drei auf das individuelle Risiko des Patienten abgestimmte Besuche bei einer unserer fortgebildeten Hygienikerinnen notwendig. Eine konsequente Befunderhebung mit Dokumentation der Langzeitentwicklung und Training für perfekte häusliche Mundhygiene sind Grundlage für andauernden Therapieerfolg und lebenslangen Zahnerhalt.

Mehr Infos unter:  www.parodont.ch